
Bis zum 28. Januar 2026, sind unter anderem Arbeitgeber:innen im Gesundheitswesen eingeladen, Rückmeldungen zur geplanten Work-and-Stay-Agentur einzureichen. Ziel der Agentur ist es, als zentrale Anlaufstelle („One-Stop-Shop“) für alle Beteiligten zu fungieren, Prozesse zu beschleunigen und internationale Mitarbeitende früher in Deutschland willkommen zu heißen.
In diesem Beitrag beleuchten wir das Konzept der Work-and-Stay-Agentur: Was steckt dahinter – und wie können Sie sich am Konsultationsverfahren beteiligen?
Die Work-and-Stay-Agentur (WSA) ist eine geplante digitale One-Stop-Plattform der Bundesregierung, die darauf abzielt, die Zuwanderung von Fachkräften zu vereinfachen, zu bündeln und zu beschleunigen. Sie ist keine klassische Agentur wie eine Arbeitsvermittlung, sondern ein zentrales digitales Serviceportal, das alle wesentlichen administrativen Schritte rund um Einreise, Aufenthalt und Arbeitserlaubnis zusammenführt und digitalisiert.
Die Initiative reagiert auf langjährige Herausforderungen im deutschen System der Fachkräfteeinwanderung, insbesondere:
👉 Wichtig für Arbeitgeber im Gesundheitswesen: Die berufliche Anerkennung ist nicht Teil des Aufgabenbereichs der WSA und muss weiterhin separat – idealerweise in enger Abstimmung mit der jeweiligen Recruiting- oder Integrationsagentur – erfolgen.
Mit der Work-and-Stay-Agentur verfolgt die Bundesregierung das Ziel, alle bürokratischen Schritte an einem zentralen digitalen Ort zu bündeln. Dadurch sollen:
Die WSA ist damit als „One-Stop-Government“-Erlebnis konzipiert: ein Portal, ein Einstiegspunkt.
Die Work-and-Stay-Agentur ist ausdrücklich nicht als neue übergeordnete Behörde gedacht, sondern als digitale Plattform, die die Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen funktional verbindet.
Damit ist klar: Das Projekt ist von der politischen Willensbekundung in die konkrete Ausgestaltungsphase übergegangen.
Wie in den Eckpunkten vorgesehen, werden nun aktiv eingebunden:
Ziel ist es, strukturiertes Feedback einzuholen, bevor über die endgültige Ausgestaltung der WSA entschieden wird.
Im Mittelpunkt der Konsultation steht die Frage:
Soll die Work-and-Stay-Agentur zu stärker zentralisierten Verfahren führen – oder primär eine koordinierende digitale Plattform bleiben?
Die beteiligten Ministerien möchten insbesondere:
bewerten.
Zur Unterstützung wurden:
bereitgestellt. Stakeholder sind aufgefordert, die Optionen zu bewerten und zu begründen, welche Modelle sie bevorzugen oder ablehnen.
➡️ Das zeigt deutlich: Die endgültige Ausgestaltung der WSA ist noch offen und wird maßgeblich durch politische und praktische Rückmeldungen beeinflusst.
Der übergeordnete Zeitplan bleibt bestehen, wird durch die Konsultation jedoch konkretisiert:
Anschließend werden die Ministerien:
Ein detaillierter Zeit- und Kostenplan wird bis 1. März 2026 erwartet. Die Einführung der WSA soll anschließend schrittweise erfolgen.
➡️ Damit wird 2026 zu einem entscheidenden Jahr – sowohl technisch als auch strukturell.
Die Work-and-Stay-Agentur ist ein ambitioniertes Digitalisierungsprojekt, das Deutschlands Fähigkeit stärken soll, internationale Fachkräfte effizient zu gewinnen und zu integrieren.
Auch wenn sich das Projekt noch in einer frühen Planungs- und Entwicklungsphase befindet, ist der politische Rückenwind deutlich spürbar, und die schrittweise Umsetzung ist bereits in Vorbereitung.
Das bis Ende Januar 2026 laufende Konsultationsverfahren zeigt klar:
CWC Recruitment ermutigt insbesondere Einrichtungen im Gesundheitswesen, sich aktiv an der Konsultation zu beteiligen. Diese Phase ist entscheidend, um die Zukunft der internationalen Fachkräftegewinnung mitzugestalten und Zuwanderungsprozesse nachhaltig zu erleichtern.
Rückmeldungen zum Konsultationsverfahren können bis zum 28. Januar 2026 über den Arbeitgeberverband e. V. eingereicht werden. Pflegeeinrichtungen und Arbeitgeber im Gesundheitswesen haben die Möglichkeit, ihr Feedback gebündelt über den Arbeitgeberverband unter www.arbeitgeberverband-pflege.de einzubringen.
CWC Recruitment unterstützt interessierte Einrichtungen dabei gern beratend und bei der inhaltlichen Vorbereitung ihrer Stellungnahme.
Quellen:
News and stories about nursing jobs in Europe